Robert Stadlober

Kategorie: Allgemein

Mehr Tempo! Mehr Glück! Mehr Macht!

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Hallo, ich habe eigentlich keine Zeit, aber ich muss schnell was loswerden. Ich arbeite gerade an einem Theater Abend, der mir wichtig ist. Und zwar am HAU in Berlin. „Die Technik des Glücks – Eine Franz Jung Revue“. Der Abend wird genau das, was der Titel beschreibt. Wenn Sie jetzt sagen, wer ist Franz Jung? Dann kann ich nur sagen, kommen Sie, wir werden versuchen es Ihnen zu erklären. Wir sind: Die Sterne, Corinna Harfouch, Wolfgang Krause Zwieback, Annett Gröschner, Hanna Mittelstädt, Rosmarie Vogtenhuber, Constanze Fischbeck, Katja Schmidt und etliche andere. Nur kurz, Franz Jung war alles. Schriftsteller, Dramatiker, Revolutionär, Schiffsentführer, Wirtschafts Analyst, Dadaist und Haudegen. Vor allem aber ein Exempel für ein konsequentes, nicht um Konsens bemühtes, Arangement freies, nicht lineares Leben. Man lese seine Autobiografie `Der Weg nach Unten´ oder bzw. und „Das Verschwinden von Franz Jung“ vom großartigen Fritz Mierau. Die Lektüre kann, sie wird Mut machen, unser Abend hoffentlich auch.

Ach so, ich wollte ja immer noch schreiben , was ich momentan so höre und lese.

Bücher:

  • Alles von Franz Jung
  • Been down so long, it looks like up to me – Richard Fariña
  • Schäfchen im Trockenen – Anke Stelling
  • Ida – Katharina Adler
  • Leni Weint – Peter Nádas
  • Am Anfang war Gewalt – Mark Jones
  • Das dritte Reich des Traums – Charlotte Beradt

Platte:

  • The Cleaners from Venus – Life in a Time machine
  • Locust Fudge – Oscillation
  • Adrianne Lenker – abysskiss
  • Tom Petty and the Heartbreakers – An American Treasure
  • Molly Burch – First Flower
  • Elvis Costello – Look Now
  • XTC- Fossil Fuel
  • Nick Lowe – Greatest Hits
  • Soap & Skin – From Gas to Solid/ You are my friend
  • Rayland Baxter – Wide Awake

So, jetzt muss ich baden.

Mir ist zu kalt.

Bis balt.

P.S. Das Foto hat übrigens mein Freund Lars Dreiucker bei einem Glas Wein in Charlottenburg gemacht. Er kann sehr gut fotografieren, hat einen hervorragenden Wein Geschmack und ist ein guter Freund.

Tief im Sommer

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Ich habe heute meinen Schreibtisch aufgeräumt, bei geöffnetem Fenster. Kurz vorher ein 5pol Din Kabel auf Clinch gekauft, um einen alten Plattenspieler, den ich mir nachts vor ein paar Sommern in Amsterdam gekauft habe, an meine Stereoanlage anzuschliessen. Der davor hatte Direktantrieb, hat aber geeiert. Der neue spielt nun mit Riemen, aber auf jeden Fall Aztec Camera, die Stray, in hervorragender Brillanz ab. Warum ich davon erzähle? Erstens weil mir mein Blog hier wieder, Turnus gemäß eingefallen war und zweitens, weil ich erneut beschlossen habe hier häufiger hineinzuschreiben. Und dabei hab ich mir gedacht, dies würde mir unter Umständen leichter fallen, wenn ich einfach über Belanglosigkeiten, oberflächlich betrachtet zumindest, daher plänkle. Denn das mit dem Reklame machen hier, fühlt sich immer etwas übertrieben an. Die Reklame für Dinge an oder in denen ich arbeite, wird an anderer Stelle ja von anderen Stellen wesentlich passender gemacht. Aber ich kann am Ende jedes Blog Beitrags einfach Stichworthaft die nächsten Arbeiten skizzieren. Aber erstmal wollte ich Dinge nennen, die mich in letzter Zeit gefreut haben. Das Buch, 1948 von Yoram Kaniuk. (Noch nie so eindrücklich über Erinnerung und Schuld und was mit beidem im Laufe eines Lebens geschieht, gelesen.) Babarian Days von William Finnegan. Alles von Hermann Burger (kannte ich noch gar nicht, Schweizer Wunder Schriftsteller.)Die Platte Babelsberg von Gruff Rhys. Love In The Modern Age von Josh Rouse. Star Café von den Cleaners from Venus. Tracyanne and Dannys Debüt (Tracyanne von Camera Obscura) Die neue Natalie Prass Platte. Der Film the Invaders. Ich war auf einer Lecture in der Humboldt Universität In Berlin, wo einer der Protagonisten gesprochen hat. Ich war ja nie auf einer Uni, aber wenn alle Sprecher dort so wären wie John B. Smith, würde ich es bereuen. Wenn Sie es schaffen, schauen Sie den Film. Erzählt über militante, schwarze BürgerrechtlerInnen in Memphis in den USA in den 60er Jahren. Und warum still halten und peaceful protesting nicht immer die Methode der Wahl sein kann.

so und jetzt was ich so tun werde/getan habe:

Am 23.6. lese ich auf der Jubiläumsfeier für SOS Mediterrane auf der Berliner Malzwiese. Wer die Nachrichten der letzten Tage verfolgt hat, wird wissen wie wichtig deren Arbeit leider ist.

Auf dem Münchner Filmfest feiert Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm am 28.6. Premiere. Lars Eidinger ist Brecht und alle anderen KollegInnen sind auch ausgesprochen gut. Ausserdem läuft am 30.6. in München auch noch Der große Rudolph. Da geht es um Rudolph Moshamme in den 80ern und ich spiele eine Doppelrolle!

Am Theater plane ich gerade mit einigen andern Menschen ein Stück über den fast vergessenen, aber atemberaubend gelebt habenden Franz Jung. Unter anderem mit den Sternen und Wolfgang Krause Zwieback. Premiere ist am 14.11. im Berliner HAU

Termine werde ich sehr bald auf der Terminseite `einpflegen´.

Soweit erstmal.

Hoffentlich auf bald.

Einen schönen Sommer

Robert

Der erste Tag

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Des neuen Jahres. Ich sitze in einem Lehnstuhl an einem Kamin, irgendwo an der dänischen Nordseeküste. Draußen knallt der Regen gegen das Fenster und drinnen ist’s schön kuschelig im Klischee. Wie immer, wenn ich mal länger nicht an einen Computer denke, fällt mir dieser Blog hier ein. Ich könnte, sollte, müsste hier öfter schreiben. Und dann vergesse ich es wieder über Monate. Darum schnell ein kleiner Abriss des vergangenen Jahres und ein Versuch ein wenig nach vorn zu blicken, rein was meine Arbeit betrifft:
Die letzten Wochen 2017 habe ich zum großen Teil in den Barandov Studios in Prag verbracht, um in einem Uboot unter der Regie von Andreas Prochaska zu kochen. Davor bin ich Helen Mirren auf der Straße in Kreuzberg begegnet, rauchend, mit Engelsflügeln für den Film ˋBerlin I love you ´ Davor war ich zwei adelige Zwillinge im Jahr 1984, die Rudolf Moshammer ein Angebot machen. Unter der Regie von Alexander Adolph. Im Sommer bin ich unter Frank Hoffmanns Regie bei den Ruhfestspielen durch Strindbergs Rausch getaumelt, nachdem ich Kurt Weill war, an der Seite von Lars Eidingers Berthold Brecht, unter der Regie von Joachim Lang. Außerdem hab ich noch Kultur Events organisiert. In Kallalabad. Markus Sehr inszenierte. Kann man sogar schon in der Mediathek vom BR anschauen und kommt dann ab 3.1. auch regulär im Fernsehen. Da bin ich ab 8.1. auch in Tannbach 2 zu sehen. Regie führte da der großartigen Alexander Dierbach. Wie man sieht, ich drehe wieder mehr und habe im Moment auch großen Spaß daran. So groß, ich werde wohl erst einmal so weiter machen. Ach ja, eine neue Platte mit GARY wird es auch geben und die Oktavistische Internationale wird wieder aufbrechen. Diesmal gen Italien. Vielleicht schaff ich es ja tatsächlich öfter hier rein zu schreiben. Angenehmer als duckfacing in Social Media Netzwerken es allemal. Ein gutes 2018, wünsche ich.

Der Frühling klebt mir noch an den Schuhen

image1und der Sommer kommt schon. Ach wie immer, es gäbe so viel zu berichten. Über den Dreh zum Dreigroschenfilm. (Ich war Kurt Weil und Lars Eidinger {KREISCH} war Bert Brecht.) Über die Ruhrfestspiele. Dort habe ich in RAUSCH von Strindberg gespielt. Über eine neue Staffel DAS INSTITUT, obwohl die erste noch gar nicht gesendet wurde. Über all den anderen Kram drum herum. Aber es ist schon wieder Sommer und der Wind weht so komisch zum Fenster rein, weil es gerade geregnet hat, und ich freue mich, voraussichtlich nicht mehr so oft in Bildschirme zu schauen. Ab nächster Woche. Aber, Mittwoch (7.6.) spielen wir noch einmal RAUSCH im Schauspiel Frankfurt und am Freitag (9.6.) lese ich mit meinem Compañero Andreas Spechtl den geheimen Briefwechsel von Wladimir Majakowsi und Lilli Brik im Sprechsaal in Berlin. Ah, und am 16.6. lese ich noch KASPAR HAUSER in Bad Homburg. Mit Musik. Dann ist aber Ruhe.

Ich mach das Fenster jetzt mal ganz auf. Bis bald.

Robert

Die Zukunft, das Gestern und Jetzt.

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Jaja. So sehe ich aus, wenn ich Zuhause in meine Komputer schaue. Ich habe mir extra im Jahr 1994 eine formschöne Sehhilfe angeschafft. Wie man sehen kann, sie tut ihren Dienst bis heut. Ich wollte, wo ich nun schon in den Komputer schaue, kurz erzählen was ich momentan so mache. Den Winter habe ich mit schlafen, gelegentlichem Drachensteigen und ausgedehnten Spaziergängen verbracht. Ausserdem hatte ich den ein oder anderen Drehtag bei einer namhaften deutschen TV Produktion für das ZDF. Dazu später mehr, an dieser Stelle. Ich habe im Februar, also in diesem Monat noch zwei Lesungen: Einmal lese ich aus Christian Geissler endlich weder aufgelegtem Meisterwerk                                                `Das Brot mit der Feile´im Polittbüro in Hamburg und zweitensmals lese ich ein weiteres Mal aus den Tagebüchern von Mihail Sebastian. Diesmal in Heidelberg. Im Theater im Romanischen Keller. Schauen Sie doch vorbei, sollten Sie in der Gegend sein.

Ausserdem werde ich bei den diesjährigen Ruhrfestspielen In Recklinghausen die Hauptrolle in Strindbergs `Rausch´unter der Regie von Frank Hoffmann übernehmen.

Und einen Kinofilm drehe ich gerade auch noch. Dazu auch später mehr. Es geht um einen deutschen Dichter von früher.

Ich hoffe ich komm im ersten Halbjahr noch zum spazieren.

Viele Grüße

Robert

HERBSTLAUB

In aller Kürze. Möchte ich berichtet. Was passiert. Um mich und mit mir. Nach der überaus  erhellenden, fast vollständigen Lesung der Ästhetik des Widerstands im HAU, befinde ich mich momentan mit meinem Compañero Andreas Spechtl auf Reisen durch den deutschen Herbst. Wir führen unsere letztjährige Produktion PRIVATE PEACEFUL an einigen ausgewählten (nicht von uns) Orten auf. Dann lese ich noch einmal aus der Ästhetik, diesmal allerdings im FTT Düsseldorf. Hernach wird noch gesprochen und diskutiert, auf der Bühne. Da beteilige ich mich auch. Schließlich werde ich mich drittes Mal noch in den Dienst Peter Weiss´stellen. Am 12.11. lese ich im Haus seines Namens, als Teil einer Tagelangen Stafettenlesung, auch einen Teil der ÄDW. Alle Termine sind in unter der Rubrik LIVE einzusehen.

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Ansonsten werde ich im Herbst an einer großen Fernsehproduktion teilnehmen. In der tschechischen Republik. Namen und Details darf ich nicht nennen, wurde mir von der PR Abteilung höflich aber bestimmt mitgeteilt. Dann drehe ich noch einen Horrorfilm im schönen Winnipeg in Kanada (Heimatort von John K. Samson, der ein hervorragendes neues Album veröffentlicht hat.)und dann ist das Jahr auch schon zu Ende. Ich wünsche euch einen erträglichen, in Teilen schönen, Herbst. Einen ruhigen Winter und Kraft genug,  euch den kalten Winden da draussen entgegenzustemmen. Und sagt euren Mitmensch*Innen ruhig höflich und bestimmt, wenn sie Stuss verbreiten. Der Diskurs wärmt uns im Frost. Ihr werdet sehen.

Lazing on a sunny afternoon

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Den Sommer sollst du nutzen nur zu einem einzgen Zwecke,            

  Dieser sei der Müßiggang.‘                                                                                           

Unbekannter Weiser

Dementsprechend liege ich auf Decken, auf der bloßen Wiese oder auch im Sand herum. Pläne habe ich schon, einige sogar konkreter, aber ich bin viel zu faul sie mitzuteilen im Moment. Wenn die Tage wieder kürzer werden, schreib ich hier wieder länger. Bis dahin, tut es mir gleich und tut lieber erst einmal nichts.

DAS JAHR 2016. BEGINNT. JETZT.

Meine sehr verehrten Damen, sowie die geschätzten Herren. Die ersten Strahlen einer zerstückelten Sonne purzeln durchs Fenster in mein Arbeitszimmer und in mir schreckte die Erinnerung hoch: Hach, es gibt ja dieses/n/r BLOG. Und tatsächlich gibt es auch einiges zu berichten, also warum nicht selbiges auch tun. Erstmal ist jetzt ja dann Ostern, da fahr ich Heim auf den Berg. Zur Familie. Uns ist das Osterfest ja wichtiger als Weihnachten. Wegen der Tradition, wird gemunkelt. Und wegen des Feuers. Wenn das aber aber vorbei ist, ja dann:ANHEDONIA_MO19

copyright: Anja Boxhammer

Am 31.03, startet der Film „Anhedonia – Narzissmus als Narkose“ in ausgewählten Kinos Bundesweit, wie man so schön sagt. Patrick Zimmer, vormals als Musiker unter dem Pseudonym „finn.“ zugange, hat vor geraumer Zeit in einem Winter ein ziemlich eigenständiges Drehbuch verfasst und wir haben dann gemeinsam mit einem Haufen anderer Unbelehrbarer einen Film daraus gemacht. Ohne Förderungen, ohne Chefs. Strictly im Kollektiv und in hedonistischer Selbstausbeutung. Herausgekommen ist ein ziemlich einmaliger Streifen der, falsche Bescheidenheit beiseite, lebt von einem grandiosen Mix aus Verkopftem Zitierwahnsinn, tatsächlicher Erkenntnis, Poesie, Action, partial nudity, der nötigen Schaufel Humor und  einer Reihe exzellenter Schauspieler. Unter ihnen Paula Kalenberg, Blixa Bargeld, Dirk von Lotzow, Wieland Schoenfelder, Matthias Scheuring, Paul Pötsch, mir und, und, und. Wir gehen auf ausgedehnte Kinotour. Dort könne sie uns persönlich berühren, sich vom Film berühren lassen, oder uns mit Rotwein übergießen. Wir freuen uns darauf!

Am 6. und 18.4. spiele und lese ich gemeinsam mit Thomas Ebermann wieder einmal aus den Tagebüchern von Mihail Sebastian. Diesmal an everyones favourite Tresen:               Dem Laidak in Neukölln. Karten im Vorverkauf gibt es an jenem Tresen zu Bier oder Kaffee bequem mit bestellbar. Es wird voll, sagt man an den windigen Ecken im Berliner Süden.

Die Oktavistische Internationale plant natürlich auch großes. Was, dazu an dieser und anderen Stellen zum gegebenen Zeitpunkt mehr. Aber es wird im Herbst etwas in Berlin passieren und nächstes Jahr im europäischen Süden. Seien wir gemeinsam gespannt!

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Zu guter Letzt, Mahnung an das dösende Selbst: ICH WERDE HIER JETZT ÖFTER REINSCHREIBEN. Dann bekomme ich vielleicht auch eine Kolumne bei der WELT.

Kommen Sie gut in den Frühling.

Einmal im Jahr

imageschreib ich tatsächlich in meinen Blog…Ich gelobe Besserung. Jetzt kommt ja die ‚Stille Zeit‘ da werd ich das olle Ding hier mal polieren. Wirklich.

Ansonsten wird es nächstes Jahr wieder viel Theater geben. Das letzte was ich in diesem Jahr machen werde, werde ich in Freiburg tun. Vielleicht sieht man sich.

in diesem Sinne: Gute Nacht.

robert

Ich bin noch da – und werde mehr.

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Nur um keine Verwirrung aufkommen zu lassen unter den sicher überaus zahlreichen Followern dieses Internet Tagebuches. Ich existiert noch. Und wie man auf obigem Bild unschwer erkennen kann, in unzählbaren beinahe identischen Versionen.

Und ich und meine Replikate, wir werden dieses Jahr 2015 nutzen, um unermüdlich zu Schuften. An sinnvollem und sinnlosem. Die Bewertung wird wie üblich dem Rezipienten überlassen. Doch, es wird Filme geben, Bewegungen auf Bühnen auf die unterschiedlichsten Arten und vielleicht wird auch etwas zu Papier gebracht.

In jedem Falle gilt: Draußen ist es kalt und es wird nicht wärmer werden, auch in diesem Jahr nicht. Wappnen wir uns also mit Bücher, Filmen, Tonträgern, Gedanken und Ideen. Das können sie uns nicht nehmen. Hoffe ich zumindest!

Deswegen: auf! Hinein in dieses Jahr. Und sollte es das letzte sein, dann machen wir es eben zu einem Manifest dessen was noch hätte werden können.

 

bisous a tous

 

robert