Tief im Sommer

von robertstadlober

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Ich habe heute meinen Schreibtisch aufgeräumt, bei geöffnetem Fenster. Kurz vorher ein 5pol Din Kabel auf Clinch gekauft, um einen alten Plattenspieler, den ich mir nachts vor ein paar Sommern in Amsterdam gekauft habe, an meine Stereoanlage anzuschliessen. Der davor hatte Direktantrieb, hat aber geeiert. Der neue spielt nun mit Riemen, aber auf jeden Fall Aztec Camera, die Stray, in hervorragender Brillanz ab. Warum ich davon erzähle? Erstens weil mir mein Blog hier wieder, Turnus gemäß eingefallen war und zweitens, weil ich erneut beschlossen habe hier häufiger hineinzuschreiben. Und dabei hab ich mir gedacht, dies würde mir unter Umständen leichter fallen, wenn ich einfach über Belanglosigkeiten, oberflächlich betrachtet zumindest, daher plänkle. Denn das mit dem Reklame machen hier, fühlt sich immer etwas übertrieben an. Die Reklame für Dinge an oder in denen ich arbeite, wird an anderer Stelle ja von anderen Stellen wesentlich passender gemacht. Aber ich kann am Ende jedes Blog Beitrags einfach Stichworthaft die nächsten Arbeiten skizzieren. Aber erstmal wollte ich Dinge nennen, die mich in letzter Zeit gefreut haben. Das Buch, 1948 von Yoram Kaniuk. (Noch nie so eindrücklich über Erinnerung und Schuld und was mit beidem im Laufe eines Lebens geschieht, gelesen.) Babarian Days von William Finnegan. Alles von Hermann Burger (kannte ich noch gar nicht, Schweizer Wunder Schriftsteller.)Die Platte Babelsberg von Gruff Rhys. Love In The Modern Age von Josh Rouse. Star Café von den Cleaners from Venus. Tracyanne and Dannys Debüt (Tracyanne von Camera Obscura) Die neue Natalie Prass Platte. Der Film the Invaders. Ich war auf einer Lecture in der Humboldt Universität In Berlin, wo einer der Protagonisten gesprochen hat. Ich war ja nie auf einer Uni, aber wenn alle Sprecher dort so wären wie John B. Smith, würde ich es bereuen. Wenn Sie es schaffen, schauen Sie den Film. Erzählt über militante, schwarze BürgerrechtlerInnen in Memphis in den USA in den 60er Jahren. Und warum still halten und peaceful protesting nicht immer die Methode der Wahl sein kann.

so und jetzt was ich so tun werde/getan habe:

Am 23.6. lese ich auf der Jubiläumsfeier für SOS Mediterrane auf der Berliner Malzwiese. Wer die Nachrichten der letzten Tage verfolgt hat, wird wissen wie wichtig deren Arbeit leider ist.

Auf dem Münchner Filmfest feiert Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm am 28.6. Premiere. Lars Eidinger ist Brecht und alle anderen KollegInnen sind auch ausgesprochen gut. Ausserdem läuft am 30.6. in München auch noch Der große Rudolph. Da geht es um Rudolph Moshamme in den 80ern und ich spiele eine Doppelrolle!

Am Theater plane ich gerade mit einigen andern Menschen ein Stück über den fast vergessenen, aber atemberaubend gelebt habenden Franz Jung. Unter anderem mit den Sternen und Wolfgang Krause Zwieback. Premiere ist am 14.11. im Berliner HAU

Und zu guter Letzt: Nächstes Jahr ist Fontane Jahr und Der Club der toten Dichter von Maxs Repke nimmt sich seiner an. Und auf dieser Platte und der zugehörigen Tournee, werde ich singen und wohl auch Instrumente spielen.

Termine werde ich sehr bald auf der Terminseite `einpflegen´.

Soweit erstmal.

Hoffentlich auf bald.

Einen schönen Sommer

Robert